1. Hilfepaket bei Vata-Störungen

Vata - das Bewegungsprinzig

Wenn Pauls Augen dieses leichte Flackern haben, dann weiß ich schon: Das 1. Hilfe-Programm ist wieder dran. Mein Liebster neigt zu Vata-Störungen und dann flirrt alles in ihm, seine Gedanken kommen nicht mehr zur Ruhe, die innere Unruhe verlangt nach noch mehr Ablenkung, die Sorgen lassen sich nicht mehr abstellen. Das sind klare Anzeichen, dass das Vata-Dosha aus dem Gleichgewicht gekommen ist. Jetzt heißt es den Anker werfen und wieder runter kommen.

Symptome für Vata-Störungen

  • Angst, Sorgen, Gedankenkarussel
  • Gedächtnisstörungen
  • Nervosität, Unruhe
  • Wortfindungsstörungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Kopf-, Rücken- oder Gelenkschmerzen
  • Trockene Haut und Schleimhaut
  • Verstopfung
  • Blähungen, Krämpfe
  • Herzrhythmusstörungen
  • Kribbeln, Lähmungen, Zittern

Tipps aus der 1. Hilfebox

Menschen, die zu überhöhtem Vata neigen, sind lebendige, sensible, begeisterungsfähige und liebenswerte Zeitgenossen. Sie können vor lauter Hingabe an eine Aufgabe eine Mahlzeit komplett vergessen und auslassen. Sie neigen zu unregelmäßigen Tagesabläufen. Melody sagt dann immer, es gibt drei wichtige Maßnahmen, um Vata wieder runterzubringen: Regelmäßigkeit, Regelmäßigkeit und Regelmäßigkeit! Das ist gar nicht so leicht, wenn das Vata erst einmal erhöht ist, aber es hilft grandios! Und es ist total einfach, kostet nix und hinterher fühlt sich auch der luftigste Vata-Wichtel wieder stabil und erholt.

Aus der Trickkiste

  • Morgens ein Abhyanga machen. Wenn Paul meint, dafür habe er keine Zeit, dann sorge ich dafür und verwöhne ihn. Hilft ja nichts. Tipps zum Abhyanga gibt es hier. Bei Vata-Störung solltest du immer warmes Sesamöl nehmen und zwar reichlich. Die Bewegungen langsam und mit wenig Druck ausführen.
  • Frische Luft und Bewegung beruhigen Vata: eine Busstation vorher aussteigen, Treppen zu Fuß gehen.
  • Regelmäßige Mahlzeiten einnehmen, immer zur gleichen Zeit.
  • Nach dem Essen noch mindestens 10 Minuten sitzen bleiben, auch wenn’s schwer fällt. Deine Verdauung wird es dir danken!
  • Griesbrei, Milchreis und alles Ölige, Warme, Nahrhafte ist jetzt genau richtig. Auch Saures und Salziges beruhigen Vata.
  • Die Hauptmahlzeit sollte mittags sein. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, dass du erst abends richtig essen kannst, dann nicht mehr nach 19 Uhr essen. Denn drei Stunden braucht dein Verdauungssystem mindestens, um sich zur Ruhe begeben zu können.
  • Vor 22 Uhr zu Bett gehen! Das fällt den meisten schwer, ist aber überzeugend, wenn man es ein paar mal gemacht hat. Vata-Typen sind die einzigen, die auch gerne länger als 8 Stunden schlafen können. Von 18 Uhr bis 22 Uhr ist Kapha-Zeit, deshalb sollte man von dieser beruhigenden Qualität noch möglichst viel mit ins Bett nehmen.
  • Vata-Tee, Vata-Churna und Vata-Aromaöl helfen in jeder Lebenslage.

Disziplin

Paul findet Disziplin einschränkend und bevormundend. Aber wenn er erst einmal wieder in sein Gleichgewicht gefunden hat, dann strahlen seine Augen voller Freude und Wärme. Ich wünsche auch dir diese Freude und eine stabile Gesundheit.
Lisa ♡

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1. Hilfepaket bei Vata-Störungen

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Liebste Lisa,

    nun hatte ich wuseliger „Vata-Wichtel“ es doch tatsächlich versäumt, diesen letzten – für mich besonders wichtigen Beitrag – zu lesen … wie habe ich das denn nur wieder geschafft??

    Wie schön, dass in der Schule des Lebens nicht nachgesessen werden muss – so konnte ich eben in aller Ruhe nach“lesen“ und habe den Artikel besonders genossen!! Vielen Dank, das war gewissermaßen schon ein Abhyanga für mein Hirn ;-D

    Meeeehhhhhr davon!

    Liebe Grüße
    Isabel

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