Kardamom – die Freude deines Herzens

Kardamom, frisch gemahlen in der Kaffeemühle

Liselotte hat sich etwas zum Thema „Kardamom“ gewünscht. Hier ist es!

„Seit wann mahlst du denn deinen Kaffee von Hand?“ Hubsi staunte, als ich mir Omas alte Kaffeemühle zwischen die Knie klemmte und mit Kurbeln anfing. „Hubsi, das sind nicht Kaffeebohnen, das sind Kardamomsamen!“
„Kardamom, das habe ich ja noch nie gehört“ meinte Hubsi. Kein Wunder, er kommt ja von der Ostseeküste, und da kennt man eher Hering mit rohen Zwiebeln. „Aber Lebkuchen hast du doch schon einmal gegessen, oder? Da ist immer Kardamom zusammen mit Nelken, Zimt und Ingwer drin.“

kardamomkapseln und Samen

Kardamom, das drittteuerste Gewürz

Kardamom ist eine echte Kostbarkeit. Nur Safran und Vanille sind noch teurer. Empfehlenswert ist es, nur die Samen der grünen Kardamomkapseln zu kaufen und sie in kleinen Portionen selbst zu mahlen oder zu mörsern. Der Duft und die Heilwirkung sind unvergleichlich viel stärker. Es gibt auch den so genannten braunen Kardamom, er ist aber nicht echt und wegen seines geringeren Dufts und schlechteren Heilwirkung nicht zu empfehlen. Optimal sollte auf der Tüte stehen: Bio-Kardamom, ganz, ohne Schale.

Von der Malabarküste

Kardamom gehört zur Gattung der Ingwergewächse, ist eine schilfartige Staude und kommt vor allem von der indischen Malabarküste. Hier wächst der kostbare, grüne Kardamom. Die dunkelbraunen, eckig-runden Samenkörner sitzen in einer papierartigen Kapsel.
Kardamom wird schon seit vielen tausend Jahren in Indien als Würz- und Heilmittel genutzt.

Heilende Wirkung

Das Öl im Kardamom wirkt ganz wunderbar gegen Krämpfe und Magenübersäuerung. Kardamom hat eine positive Wirkung auf den Herzmuskel, sorgt im Gehirn für Klarheit und Frische, stärkt das Gedächtnis und fördert vor allem die Freude des Herzens! Das ist doch ein guter Grund, mehr Kardamom zu essen.
Des Weiteren stärkt Kardamom Agni, die Verdauungskraft, und ist hilfreich bei nervösen Verdauungsbeschwerden.
Ein super Trick: etwas Kardamompulver in den Kaffee streuen, das reduziert seine negative Wirkung – und schmeckt!

Himmlisch Kochen

Ich habe gerade ein neues Kochbuch entdeckt, das ich euch unbedingt vorstellen möchte: „Himmlisch Kochen und Leben im Einklang mit dem Veda“. Der Autor Frank W. Lotz war viele Jahre Chefkoch in der Ayurveda Privatklinik Bad Ems und hat ein wunderbares Kochbuch geschrieben. Er hat mir erlaubt euch dieses Rezept Reispudding Kheer „Royal“ weiter zu geben.

Ayurvedischer Milchreis mit Kardamom

Reispudding Kheer „Royal“

Für 4 Personen
Zubereitungszeit ca. 60 Minuten

Zutaten:

120 g Milchreis oder Basmati-Reis
1 Liter Vollmilch (vegan: Hafermilch, Sojamilch oder Mandelmilch)
2-3 Tassen Wasser
100 g brauner Zucker aus Zuckerrohr
2 Kardamomkapseln
¼ TL frische Safranfäden mit einem Klümpchen Kandiszucker gemahlen
2-3 EL Ghee
80 g Mandelblättchen
50 g Rosinen
¼ TL Kardamom, frisch gemahlen
1 EL Rosenwasser
50 g Pistazien
50 g Cashewnüsse
8 frische Zitronenmelisseblätter oder Minze zum Garnieren

Zubereitung

Reis gründlich waschen und mit drei Tassen Wasser zum Kochen bringen. Milch, die aufgebrochenen Kardamomkapseln und den Safran (in einer Kaffeemühle mit etwas Kandiszucker frisch mahlen) dazugeben und mit dem Schneebesen so lange umrühren, bis das Ganze kocht. (In Indien wird anstatt Milchreis meist Basmati-Reis verwendet). Zucker einrühren, bei milder Hitze etwa 60 Minuten ausquellen lassen. Gelegentlich mit einem Holzlöffel umrühren.
Die restlichen Nüsse in einer Pfanne mit Ghee leicht goldgelb anrösten. Zuerst die Cashewnüsse in die Pfanne geben, dann die Pistazien und am Ende die Hälfte der Mandelblättchen. Etwas braunen Zucker über die gerösteten Nüsse geben. Kardamomkapseln aus dem Reistopf nehmen, die andere Hälfte der Mandeln und die Hälfte der Rosinen hinzugeben, weiterkochen, bis sich alles zu einem Brei eingedickt hat.
Vom Herd nehmen, mit dem frisch gemahlenen Kardamom abschmecken, Rosenwasser einrühren und auf einen Dessertteller oder in eine Schale geben und mit restlichen Rosinen, Mandeln, Pistazien und Cashewnüssen bestreuen und mit jeweils zwei Minz- oder Zitronenmelisseblättchen garnieren.
Als Variation für die heiße Pitta-Zeit im Hochsommer den Brei in eine mit kaltem Wasser ausgespülte Schale oder Form geben. Mindestens drei Stunden kalt stellen, stürzen und das Ganze wie oben garnieren, aber nicht zu kalt essen. Etwa eine halbe Stunde vorher anrichten, bevor man die Süßspeise isst.

© Frank LotzKochbuch von Frank W. Lotz
Franks Veda Shop & Verlag
Kochbuchbestellung hier:
www.ayurveda-gewuerze.de

Guten Appetit wünscht dir Lisa! ♡

Den ganzen Beitrag inkl. Rezept als Download hier.

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